LEADER-RAG Sömmerda-Erfurt auf Kurs!

LEADER-RAG Sömmerda-Erfurt auf Kurs!

Am 20.09.2018 fand in Weißensee im 3B ein Bilanzworkshop zur Zwischenevaluierung der bisherigen LEADER-Arbeit in der aktuellen Förderperiode statt. Teilgenommen haben Mitglieder des Vereins.

Um die Stärkung des ländlichen Raums weiterhin erfolgreich voranzutreiben, warf die RAG einen Blick zurück auf die erste Hälfte der Förderperiode des europäischen Förderprogramms LEADER (2014-2020). Das Ziel, die ländlichen Regionen zu stärken, wurde bisher mit der Umsetzung von bereits rund 50 Projekten unterstützt.

Neben der 2015 ausgearbeiteten Regionalen Entwicklungsstrategie wurden die Strukturen des Vereins, die Öffentlichkeitsarbeit und das LEADER-Management betrachtet. Dabei wurden insbesondere die starke Vernetzung des LEADER-Managements und gute Zusammenarbeit innerhalb der RAG betont.

Die Ergebnisse des Bilanzworkshops fließen in die gesamte Zwischenevaluierung ein. Eine Dokumentation der Zwischenevaluierung ist am 01.11.2018 beim Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) eingereicht worden.

Im Folgenden eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse:

Im Landkreis Sömmerda und den Ortsteilen Mittelhausen, Schwerborn und Töttleben der Landeshauptstadt Erfurt wird der LEADER-Prozess von der Regionalen Aktionsgruppe (RAG) Sömmerda-Erfurt e.V. durchgeführt. Neben jährlichen Tätigkeitsberichten und einer Abschlussevaluierung ist sowohl in der Regionalen Entwicklungsstrategie (RES) als auch vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) eine Halbzeitbewertung der LEADER-Arbeit vorgesehen.

Die Selbstevaluierung der RAG Sömmerda-Erfurt e.V. besteht aus den fünf unterschiedlichen Bausteinen Prüfung der in der RES festgelegten Handlungsbedarfe auf Aktualität, ZielfortschrittsAnalyse (Handlungsfeldziele, Prozess- und Strukturziele), Auswertung der Arbeitszeitnachweise des RM und kollegiale Beratung, Analyse der Arbeitsbeziehungen des Regionalmanagements und der Durchführung eines Bilanzworkshops. Dabei ist der Bilanzworkshop, an dem Vorstandsmitglieder und Mitglieder der RAG teilgenommen haben, das Herzstück der Zwischenevaluierung.

Wesentliche Erkenntnisse und Ergebnisse der Zwischenevaluierung lassen sich wie folgt zusammenfassen. In der Förderkulisse der RAG Sömmerda-Erfurt e.V. wurden bis zum Stichtag 31.12.2017 38 Projekte unterstützt. Ein Drittel der geförderten Projekte ist von kommunalen Antragsstellern gestellt worden, zwei Drittel der Projekte setzten private Antragssteller (u.a. Vereine, Unternehmen) um. Die Projekte wurden mit insgesamt 629.197,38 € LEADER-Mitteln unterstützt. Die in der RES formulierten Handlungsfelder sind weiterhin aktuell und von hoher Bedeutung für die Region. Einzelne Themen wie „altersgerechte Mobilität“ und „Nahversorgung“ sollen zukünftig stärker in den Fokus gerückt werden.

Effektivität und Effizienz wurden anhand der Projektverteilung auf die einzelnen HF bewertet. Hier werden bzgl. der Verteilung der Projekte auf die einzelnen HF noch Verbesserungspotentiale gesehen. Die Organisationstruktur, das Projektauswahlverfahren und die Entscheidungsprozesse der RAG werden durchweg positiv bewertet. Die Zusammenarbeit innerhalb der RAG, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Arbeit des Regionalmanagements laufen aus Sicht der Mitglieder ebenfalls gut, hier werden punktuell Optimierungsvorschläge gemacht. Im Rahmen des Bilanzworkshops wurde ebenfalls deutlich, dass durch LEADER ein Mehrwert in der Region entsteht, der nicht durch den Einsatz von Fördermitteln messbar ist. So stärkt LEADER die Heimatverbundenheit, fördert eine gleichberechtigte Zusammenarbeit der Gemeinschaften, erhält die Tradition und das bestehende Brauchtum, trägt zur Verbesserung der Lebensbedingungen bei, ermöglicht thematische Vielfalt, stärkt regionale Netzwerke und deren Aufbau und verbessert den Zugang zu anderen Förderprogrammen. Schlussfolgernd werden für die zukünftige LEADER-Arbeit in der Region folgende Handlungsempfehlungen ausgesprochen:

- Handlungsfelder beibehalten
- Effizienz der Fördermittelverteilung steigern
- Innovationscharakter stärken
- aktive Beteiligung der regionalen Akteure am Entwicklungsprozess verbessern
- Austausch der RAG-Mitglieder untereinander verbessern
- Öffentlichkeitsarbeit optimieren
- Vernetzung des Regionalmanagement weiterhin sicherstellen