LEADER - Quo vadis? Erfahrungsbericht aus Berlin

 
 

Das vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat veranstaltete Zukunftsforum stand im Jahr 2026 unter dem Motto: Land - Raum für Zukunft. Leider waren nur wenige Teilnehmer aus Thüringen dabei. Immerhin war die RAG Sömmerda-Erfurt durch Vorstandsmitglied Steffen Hädrich und Nicolas Ruge (LEADER-Management) zweifach vertreten.

Die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung haben einen Einblick in die laufenden Diskussionen zum neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU (MFR) gegeben. LEADER war sozusagen der „Elefant im Raum“. Viele der Teilnehmer waren im LEADER-Kontext anwesend und haben mit ihren Fragen und Statements interveniert. Minister Alois Rainer hat in der Eröffnungsrede begeistert von seinem Besuch in Holzdorf im Weimarer Land erzählt und die Bedeutung von LEADER für den ländlichen Raum hervorgehoben. Indes wollen aber weder die EU-Kommission noch der Bund finanzielle Leitplanken für die Fortführung von LEADER setzen. Ob und mit welchen Mitteln LEADER im Rahmen des neuen MFR finanziert wird, liegt dann ggf. in der Entscheidung der Bundesländer?

Es geht dementsprechend genau darum: Werden die Mittel aus dem von Ursula von der Leyen benannten „Rural Target“ im ländlichen Raum (für landwirtschaftliche Direktzahlungen, Straßenbau oder Sonstiges) oder für die ländliche Entwicklung (z.B. für LEADER) eingesetzt? 

Die Fachforen haben interessante Infos, gute Beispiele und vor allem die Gelegenheit für neue Kontakte oder für die Auffrischung alter Kontakte geboten. Beim Abendempfang am 22.01. und beim abschließenden Mittagsbuffet am 23.01. war die Halle erfüllt von guten Gedanken und verbindenden Worten. Eines ist für alle, die schon seit vielen Jahren dabei sind, gewiss: Das Zukunftsforum in Berlin im Rahmen der Grünen Woche ist ein großes „Klassentreffen“ der Akteure und Engagierten für den ländlichen Raum. Es lohnt sich, dabei zu sein.